Häufige Fragen

FAQ – Syrooz UG

SteadyCube ist ein aktives, akkubetriebenes Transportgerät. Es hält temperaturempfindliche Proben und Flüssigkeiten unterwegs konstant bei 37°C (±1°C). Eine kontinuierliche PID-Regelung gleicht Schwankungen automatisch aus – auch ohne Netzanschluss. So kommen temperaturempfindliche Proben so im Labor an, wie sie entnommen wurden.

Hinweis: SteadyCube ist CE-gekennzeichnet (EMV, RoHS) und gemäß der WEEE-Richtlinie registriert. Es handelt sich nicht um ein Medizinprodukt im Sinne der MDR und ist für Forschungszwecke bestimmt.

SteadyCube heizt aktiv über sechs Probenkammern und regelt die Temperatur kontinuierlich per PID. Der Zielwert bleibt dauerhaft im Bereich von 37°C (±1°C). Das Gerät ist damit mehr als eine Box, die nur Wärme speichert – es hält die Temperatur aktiv nach.

SteadyCube ist für den Betrieb bei Umgebungstemperaturen bis etwa +30°C ausgelegt. Das Gerät sollte vor direkter Sonneneinstrahlung und externen Wärmequellen geschützt werden. So bleibt die Temperaturregelung im vorgesehenen Bereich – auch bei kühler Umgebung.

Ja. SteadyCube läuft über einen wechselbaren Akku und hält die Temperatur bis zu 10–12 Stunden stabil. Am Zielort lässt es sich einfach ans Netz anschließen. So ist das Gerät auf der gesamten Strecke autark – vom Abholpunkt bis zur Einrichtung.

SteadyCube bietet Platz für bis zu sechs Standard-Probenröhrchen in den integrierten Kammern. Die Abmessungen des Geräts sind 25 × 25 × 26 cm bei einem Gewicht von 4,2 KG (inkl. Akku).

Ja. Vor dem Einsatz sollte SteadyCube eingeschaltet werden und bevorzugt mit Netzteil, damit die Kammern auf die Zieltemperatur von 37°C aufheizen können. Erst wenn die Temperatur stabil ist, sollten die Proben eingelegt werden. So wird sichergestellt, dass die Probe vom Zeitpunkt der Einlage an durchgehend bei Körpertemperatur gehalten wird — ein durchgehender Bruch in der Warmkette wird vermieden.

Im Lieferumfang von SteadyCube sind das Gerät selbst, ein wechselbarer Bosch 18 V Akku mit Ladegerät, ein Netzladekabel und eine SD-Karte für die Aufzeichnung enthalten. Optional verfügbar ist ein größerer Akku, der bis zu 24 Stunden Betrieb garantiert. Bei Bedarf können individuelle Konfigurationen besprochen werden — kontaktieren Sie uns dafür einfach über unser Angebot.

Wir empfehlen, es mit 70-prozentigem Ethanol abzuwischen. Befeuchten Sie ein Tuch und wischen Sie die Oberfläche ab; weichen Sie die Oberfläche nicht ein und lassen Sie keine Flüssigkeit darauf stehen.

Nicht autoklavierbar; das Gehäuse ist hitzebeständig bis ca. 80°C. Nicht zum Eintauchen geeignet; verwenden Sie keine Mittel auf Acetonbasis. Ihre Proben werden in versiegelten Behältern transportiert – daher muss das Gehäuse nicht steril sein.

SteadyCube protokolliert die Temperatur automatisch und lückenlos in einer CSV-Datei – im Minutentakt, über die gesamte Transportdauer. So lässt sich jederzeit belegen, dass die Probe durchgehend bei 37°C gehalten wurde. Die Aufzeichnung läuft ohne manuelles Zutun.

Nein. SteadyCube ist kein Medizinprodukt nach EU-MDR, sondern ein aktives Transportgerät für biologische Proben und Flüssigkeiten. Das Gerät ist CE-konform (EMV 2014/30/EU, RoHS 2011/65/EU) und WEEE-registriert.

SteadyCube ist für Labore und Einrichtungen gedacht, die biologische Proben und Flüssigkeiten temperaturstabil transportieren müssen. Typische Anwender sind Labore, Forschungseinrichtungen und Logistikpartner, bei denen Proben den Transport bei konstanten 37°C überstehen müssen.

Ein unverbindliches Angebot erhalten Sie direkt über unseren Bookings-Link oder per E-Mail. Wir melden uns kurzfristig mit Details zu Verfügbarkeit und Konditionen.

Es gilt die gesetzliche Gewährleistung. Im Falle eines Defekts sorgen wir umgehend für ein Ersatzgerät, damit Ihr Transportbetrieb nicht beeinträchtigt wird. Sie haben einen direkten Ansprechpartner.

Bei bestimmten Erkrankungen enthält das Blut Eiweiße, die bei Temperaturen unterhalb der Körpertemperatur verklumpen oder ausfallen – sogenannte Kryoproteine (Kälteagglutinine, Kryoglobuline, Kryofibrinogen). Kühlt die Probe auf dem Weg ins Labor ab, reagieren diese Eiweiße bereits im Röhrchen. Die Folge sind verfälschte oder unbrauchbare Messwerte – etwa falsch niedrige Zellzahlen oder nicht mehr nachweisbare Kryoproteine. Damit der Befund die tatsächliche Situation im Körper widerspiegelt, muss die Probe von der Entnahme bis zur Verarbeitung durchgehend auf etwa 37°C – also Körpertemperatur – gehalten werden. Die aktuelle Leitlinie der DGHO (Onkopedia, Röth et al., 2026) hält für die Kälteagglutininerkrankung fest, dass die Plasmaseparation strikt bei 37°C erfolgen muss.

Kryoglobuline sind Immunglobuline, die bei Temperaturen unterhalb der Körpertemperatur reversibel ausfallen und sich beim Erwärmen wieder auflösen. Kühlt eine Blutprobe ab, bevor das Serum abgetrennt ist, fallen die Kryoglobuline aus und gehen mit dem Blutkuchen verloren – das Ergebnis ist dann falsch negativ oder der Kryokrit zu niedrig. Damit die Bestimmung verlässlich ist, muss die gesamte Präanalytik – Entnahme, Transport, Gerinnung und Zentrifugation – durchgehend bei 37°C erfolgen, bis das Serum von den Zellen getrennt ist (Sargur et al., 2010).

Die aktuelle Onkopedia-Leitlinie „Autoimmunhämolytische Anämien (AIHA)" der DGHO (Röth et al., 2026) beschreibt, dass es bei Kälteagglutininen zur Agglutination der Erythrozyten kommt – insbesondere, wenn Blut nicht direkt in vorgewärmte Behälter abgenommen wird – und dass die Plasmaseparation bei der Kälteagglutininerkrankung strikt bei 37°C erfolgen muss. Ergänzend fordert die fachärztliche Übersicht von Röth et al. (2025), Proben bei 37–38°C aufzubewahren und zu transportieren, bis Plasma bzw. Serum von den Zellen getrennt ist. Damit ist der 37°C-Transport keine bloße Empfehlung, sondern Voraussetzung für einen verwertbaren Befund.

Die Probe muss über die gesamte Präanalytik – Entnahme, Zwischenlagerung und Transport – bei etwa 37°C gehalten werden, ohne zwischenzeitliches Abkühlen. In der Praxis reicht eine einfache Isolierung oft nicht aus: Eine passiv gedämmte Box verzögert den Temperaturverlust nur, hält die Temperatur aber nicht aktiv – über längere Transportwege fällt sie unter die kritische Schwelle. Zuverlässig ist nur eine durchgehend aktive Temperierung auf Körpertemperatur mit nachvollziehbarer Temperaturkontrolle, sodass belegt ist, dass die 37°C tatsächlich eingehalten wurden. Dass die korrekte Warmhaltung in der Praxis häufig nicht gelingt, zeigt auch die Literatur (Vermeersch et al., 2008: nur rund ein Drittel der Labore nutzte ein standardisiertes Vorgehen).

Kryoglobulin-Bestimmungen werden bei einer Reihe von Erkrankungen angefordert – unter anderem bei Hepatitis-C-Infektion, Autoimmunerkrankungen und lymphoproliferativen Erkrankungen. In einer Auswertung von 13.439 Patientenproben über sechs Jahre waren 1.675 positiv (Kolopp-Sarda et al., 2019). Gerade weil viele Proben negativ sind, ist ein falsch negativer Befund durch Abkühlung besonders tückisch: Er bleibt oft unbemerkt, weil ein negatives Ergebnis plausibel wirkt. Nur ein durchgehend bei 37°C gehaltener und dokumentierter Transport stellt sicher, dass ein negatives Ergebnis tatsächlich negativ ist – und nicht das Resultat eines präanalytischen Fehlers.

Entscheidend ist eine durchgehende „Warmkette": Das Blut sollte möglichst in vorgewärmte Röhrchen abgenommen und anschließend ohne Temperaturabfall bei etwa 37°C transportiert werden, bis Plasma bzw. Serum im Labor von den Zellen getrennt ist. Die fachärztliche Übersicht von Röth et al. (2025) empfiehlt, Proben bei 37–38°C aufzubewahren und zu transportieren, bis diese Trennung erfolgt ist. Kühlt die Probe zwischendurch ab, verklumpen die roten Blutkörperchen durch die Kälteagglutinine, und der Befund wird verfälscht. Öffentliche Analysenverzeichnisse von Laboren verlangen daher ausdrücklich „Vollblut (warm)" und einen „Transport bei ca. +37 °C" (z. B. Labor Dr. Fenner & Kollegen, Stand 2026).

Best Practice ist eine lückenlose Warmkette: Das Blut wird in vorgewärmte Röhrchen abgenommen, bei 37°C transportiert, gerinnen gelassen und zentrifugiert, bevor das Serum abgetrennt wird (Sargur et al., 2010). Jeder Temperaturabfall vor der Serumtrennung kann Kryoglobuline ausfällen und zu einem falsch negativen Befund führen. In der Praxis wird diese Anforderung häufig nicht eingehalten: In einer Untersuchung nutzten nur rund 36 % der Labore ein standardisiertes, temperaturkontrolliertes Vorgehen (Vermeersch et al., 2008).

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Gefördert durch das Baden-Württemberg Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus
Weisser SteadyCube Logo mit Slogan Made to Move what Matters – aktiv temperierter Probentransport bei 37°C

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