Manche biologischen Proben reagieren empfindlich auf Temperatur. Kühlt eine solche Probe auf dem Weg ins Labor aus, verändert sie sich – noch bevor die erste Messung läuft.
Das Ergebnis der Analyse hängt dann nicht nur vom Labor ab, sondern von der Strecke davor. Genau hier setzt aktiver Warmtransport an: Er hält die Probe von der Abnahme bis zur Analyse konstant bei 37°C.
Für viele Proben ist Kühlung Standard. Für einen kleineren, aber wichtigen Teil gilt das Gegenteil: Sie müssen durchgehend warm bleiben. Fällt die Temperatur unterwegs ab, ist die Probenintegrität nicht mehr gesichert.
Das Tückische daran: Der Abfall passiert lautlos. Ein Transportbehälter ohne aktive Regelung gibt keine Rückmeldung. Ob die 37°C tatsächlich über die gesamte Strecke gehalten wurden, weiß am Zielort niemand mit Sicherheit.
Die Datenlage ist eindeutiger, als man vermuten würde. Eine Untersuchung zur Einhaltung der 37°C-Kette fand, dass nur etwa 36 % der beteiligten Labore den durchgehenden Warmtransport tatsächlich sicherstellten (*Vermeersch et al., 2008). Bei knapp zwei Dritteln war die Kette also nicht verlässlich geschlossen.
Eine weitere Studie verglich den Transport temperaturempfindlicher Proben mit und ohne aktives Warmtransportgerät. Der Anteil korrekt handhabbarer Proben stieg dabei von 34 % auf 95 % (*Nahm, 2012). Der Unterschied lag nicht am Labor – sondern allein an der Temperaturführung während des Transports.
Beide Zahlen zeigen dasselbe: Der Transport ist ein realer, messbarer Schwachpunkt in der Präanalytik. Und er ist lösbar.
Der naheliegende Reflex ist eine gut isolierte Box, vielleicht mit Wärmespeicher. Das dämpft den Temperaturabfall – eine Weile.
Aber eine passive Box kann zwei Dinge nicht: Sie kann bei längeren Strecken oder kühler Umgebung nicht nachheizen. Und sie kann nicht belegen, dass die Temperatur gehalten wurde. Sie speichert Wärme, bis sie aufgebraucht ist. Was danach passiert, bleibt unsichtbar. Für Proben, bei denen es auf jedes halbe Grad ankommt, reicht das nicht.
*SteadyCube geht den anderen Weg. Das Gerät heizt aktiv und regelt die Temperatur kontinuierlich über eine PID-Regelung. Der Zielwert bleibt dauerhaft im Bereich von 37°C (±1°C) – auch bei kühler Umgebung und auch ohne Netzanschluss. Ein wechselbarer Akku trägt bis zu 10–12 Stunden.
Damit ist SteadyCube mehr als ein Behälter, der Wärme speichert. Es hält die Temperatur nach, statt sie nur zu konservieren.
Temperatur halten ist die eine Hälfte. Die andere ist: es beweisen können. SteadyCube protokolliert den Temperaturverlauf automatisch und lückenlos in einer CSV-Datei – im Minutentakt, über die gesamte Transportdauer. Am Zielort liegt damit nicht nur die Probe vor, sondern auch der Nachweis, dass sie durchgehend bei 37°C gehalten wurde. Ohne manuelles Zutun, ohne Vertrauen auf ein Gefühl.
Für die Qualitätssicherung in Laboren und Einrichtungen ist genau dieser Nachweis der Unterschied zwischen „vermutlich in Ordnung“ und „belegbar in Ordnung“.
Die Präanalytik entscheidet mit über das Ergebnis – und sie beginnt nicht im Labor, sondern bei der Abnahme. Wer temperaturempfindliche Proben transportiert, braucht zwei Dinge: eine stabile 37°C-Führung über die gesamte Strecke und einen lückenlosen Beleg dafür. SteadyCube liefert beides in einem Gerät.
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